It’s book time

Voran bemerkt: Der folgende Beitrag ist KEINE Werbung und beinhaltet KEINE Kooperationen, sondern stellt lediglich eine von mir frei gewählte Buchvorstellung im Rahmen der Aktionen #bloggerbücheraufreisen und #eb2gether dar. Man soll ja Schönes und Gutes rechtmäßig würdigen…aus reiner Überzeugung und Lust am Teilen. Ist das nicht auch der Sinn an Weihnachten?:

Dass Lügen kurze Beine haben – oder deren Konsequenz wohl oder übel in einer langen (hölzerne) Nase enden wird- das bringen wohl alle Eltern ihren Sprösslingen von kleinauf vorbildlich und selbstverständlich bei. Lügen gehören sich nun mal nicht! Wer lügt hat keine Freunde, bekommt keine Geschenke, erst recht keine Süßigkeiten und Fernsehverbot sowieso. Ihr kennt das.

Doch was, wenn uns erschöpften Eltern abends nach dem Zähneputzen doch mal urplötzlich (oder etwa vorsätzlich?) die Schokolust (oder womöglich eine noch ganz andere – Ihr wisst, was ich meine😉) packt? Oder wir mal mit den sympathischen Nachbarn (und OHNE unsere sympathischen Halbwüchsigen im Schlepptau) einen netten Abend vor einem Glas Rotwein verbringen wollen? Was, wenn wir die Tierliebe unserer Kleinen absolut und gar nicht und pfui und niemals teilen werden, und ein sehr genaues Bild von den Modell- Spielkameraden haben, die die Nachmittage mit unseren Kindern verbringen dürfen? Wohlbemerkt: Ohne dabei zu viele verzwickte Fragen gestellt zu bekommen und unser Erziehungsmodell inklusive Notlügenkonstrukt aus den Angeln zu heben. Und überhaupt- wie war das nochmal mit der Weihnachtsgeschichte..ähm…lüge?

Ja, es gibt so unzählig viele Alltagssituationen, in denen wir Erwachsenen uns akrobatisch von Ast zu Ast hangeln auf der Suche nach einer mal bequemen, mal Ruhe stiftenden, mal aus einem Notfall heraus geborenen Erklärungsnotwendigkeit alias Notlüge, welche uns nicht selten eine womöglich gerade ins Wanken geratene elterliche Autorität zurückgibt. Puh! Gerettet. Wieder mal knapp vorbei am Schlamassel!

Ja aber wie jetzt, dürfen wir denn das? Predigen wir nicht immer unseren hörigen Nachwüchslern, dass man einzig und allein mit der Wahrheit am weitesten kommt? Erinnern wir uns denn nicht an die Leiden des schummelnden Pinocchio? Liegt die Wahrheit nun in der Mitte oder haben wir das Ganze etwas zu unserem Gunsten abgewandelt, ganz nach dem Motto „In vino veritas“?

Dank der genialen Nina Massek alias Frau Mutter dürfen wir diese Frage getrost mit einem erleichternden „Ja, wir dürfen das!“ beantworten. Lasst uns froh und munter drauf loslügen! Ihr Buch „Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs“ könnte man auch als eine durchaus nützliche Sofalektüre (es ist gewollt kein klassischer „Erziehungsratgeber“- wie auch bei DIESEM Thema?) definieren, welche uns ausgeklügelten und doch manchmal ratlosen Eltern erprobte Mittel und Ratschläge gibt, wie man in der Grauzone zwischen Wahrheit und (Not)Lüge nicht in ungewollte und oft verheerende Fettnäpfchen tritt. In 20 wunderbar witzigen Alltagsepisoden gibt uns Nina als Zweifachmama wertvolle Tipps, wie wir uns mit kleinen und großen „Flunkereien“ das Leben hin und wieder erleichtern können und somit gleichzeitig (wie praktisch!) zu gesunder Ernährung, „zivilisierter“ Kleidung, kindgerechten Schlafenszeiten beitragen sowie unerwünschte Spielzeuge, Haustiere, Klassenkameraden etc. auf sicherer Entfernung halten. Bloss nicht verzetteln, den roten Faden nicht verlieren, Mimik und Gestik unter Kontrolle halten- auch das sind wichtige Elemente einer gelungenen Erklärungsstrategie.

Zu viel möchte ich Euch aber an dieser Stelle gar nicht preisgeben, denn dieses Buch hat definitiv einen Platz unter dem Weihnachtsbaum verdient! Sollte also Eurer Wunschzettel noch gähnende Leere aufweisen, dann winkt mal Eurem Göttergatten mit dem Zaunpfahl…

Ich persönlich gebe zu: Einige Kapitel habe ich mir noch wohlweislich für die nächste Zeit aufgehoben- denn irgendwie muss ich ja die anstehenden Weihnachtsferien mit den Halbwüchsigen daheim überstehen. In den zwei laaaangen Wochen werde ich sicherlich dankbar für jegliche ratgebende und inspirierende Lektüre sein, um meinen fordernden Kids auf Augenhöhe gegenüberzutreten und hier und wieder ein erzieherisches Auge zuzudrücken. Denn ich will ja auch mal in Ruhe und mit (halbwegs) gutem Gewissen meine Schokoladenweihnachtsmänner („Tut mir leid, Süsse, da ist ganz viel schlimmer Alkohol drin!“) verdrücken. Frau Mutter möge mir den Rücken freihalten!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ebenfalls ein beschwippstes…ähm…besinnliches Weihnachten im Kreise Eurer Liebsten und starke Nerven für die Feiertage zum Jahreswechsel!

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Interessanter Buchtipp. Letztlich geht es ja eh darum, dass man sich irgendwie zu helfen weiß und – im Interesse aller Beteiligten – den Alltag überlebt. Genau so wenig, wie man sich Musterkinder nach DIN-Norm abholen kann, funktionieren lehrbuchkonforme Mustereltern im Alltag. Dem echten Leben kann man letztlich nur mit echtem Leben begegnen.
    Ich wünsche dir eine besinnlich-lebendige Advents- und Weihnachtszeit. 🙂

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    1. Mäusemamma sagt:

      Danke Dir! Und genau so ist es! Ähnlich wie in der Wirtschaft: Die Produktion wird an die Nachfrage angepasst- wie eben auch unsere Reaktionen auf die „Umstände“ unserer Kinder. Ich kann das Buch jedenfalls nur empfehlen. Vor allem Eltern.

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      1. Ja, man kann noch so viele Idealvorstellungen haben. In der Praxis gilt dann oft der Satz von Bertolt Brecht: Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so.
        Der Vergleich mit der Wirtschaft passt da gut – das „perfekte“ Produkt nützt wenig, wenn es auf dem Markt nicht gefragt ist.

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  2. Ich wünsche dir und deiner Famiie ein schönes und harmonisches Weihnachtsfest, liebe Claudia!

    Die Schneeflocken auf deiner Seite hier sind übrigens allerliebst! 🙂

    Herzliche Grüße von
    Mary

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  3. Mäusemamma sagt:

    Vielen lieben Dank Mary, und liebe Grüße zurück!!!😍🙋

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