Lecker Lasagne für Allergiker

Hier kommt es endlich: das Rezept für die allergikerfreundliche Lasagne!! Wie ich bereits in einem anderen Beitrag sehr ausführlich geschildert habe, ist unser grosser Räuber (*Mai 2012) allergisch auf vielerlei Lebensmittel und womöglich noch andere Substanzen, die wir aber (noch) nicht getestet haben. Kurz und knapp: Er darf keine Produkte, die Gluten, Milch, Eier, Kartoffeln, Bananen, Erbsen etc.etc.etc. zu sich nehmen, sonst droht eine allergische Reaktion, die von leichtem Juckreiz über das Anschwellen der Lippen und des Rachens bis hin zum anaphylaktischen Schock und zum Ersticken führen kann. Also kein Kinderspiel diese Allergien, mit denen wir mittlerweile gelernt haben zu leben, die uns aber trotzdem im vielen Bereichen einschränken.

Nichtdestotrotz….Die Mäusemamma möchte ja trotzdem kreativ sein und etwas Leckeres auf den Tisch zaubern, auch wenn nur wenige Zutaten möglich sind. Eines der derzeitigen Lieblingsgerichte meines Sohnemannes ist: LASAGNE (Hatte ich bereits erwähnt, dass er Halbitaliener ist😉?)

Nur kurz zur Erinnerung: Klassische Lasagne (alla italiana, versteht sich!) besteht normalerweise aus:

  • Lasagnenudelplatten, die man entweder fertig kaufen oder aus Mehl und Eiern selbst herstellen kann
  • Besciamella, d.h. einer weissen, dicklichen Sosse, die aus Öl, Milch und Mehl gemacht und mit Salz und Gewürzen und eventuell einem rohen Ei (zur Farbgebung) abgeschmeckt wird
  • Tomaten-Hackfleischsosse alla bolognese
  • Mozzarella und Parmesan oder Grana Padana, also Käse

An den Zutaten ist natürlich schon erkennbar, dass Lasagne im herkömmlichen Sinne rein gar nix für meinen kleinen Allergiker ist! Da ich DIE ihm aber versprochen habe, sobald er „breifrei“ ist (Artikel dazu nochmal hier), musste ich mir natürlich eine Alternative einfallen lassen…. Und die sieht bei uns so aus:

  • Anstelle der herkömmlichen Nudelplatten habe ich im Handel glutenfreie Lasagne gefunden. Ebenfalls ohne Ei! Volltreffer! Zum Glück findet man im Supermarkt oder wie in diesem Fall im Spezialgeschäft für Personen mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) mittlerweile viele Produkte, die auch für Allergiker geeignet sind. Oftmals haben diese als Basiszutaten Reis, Mais oder Hirse. Ans genaue Etikettenlesen haben wir uns inzwischen gewöhnt, denn versteckte Inhaltsstoffe wie Kartoffelstärke oder Soja machen uns das Leben schwer. Im Bild die Marke, die wir am liebsten haben.

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  • Da die leckere und gehaltvolle Besciamella ein No-No ist, hat sich Mamma eine kalorienarme, gesunde, aber trotzdem leckere Alternativsosse ausgedacht. Und die sieht so aus: Einen kleinen frischen Fenchel und eine Handvoll Blumenkohlröschen oder auch geschaelte Auberginen (alles klein geschnitten) in etwas leicht gesalzenem Wasser gar kochen, danach abkühlen lassen. Vor dem Pürieren mache ich noch eine Scheibe gluten-und laktosefreien gekochten Schinken ran, da schmeckt sie richtig lecker. Das Ganze pürieren und beiseite stellen.
  • Alternativ oder als Zusatz dazu kann man auch Zucchini und/oder Auberginen der Laenge nach duenn aufschneiden, diese im Ofen grillen oder in der Pfanne kurz anbraten und diese zusammen mit der weissen Sosse in die Lasagne mischen. Auch sehr lecker!
  • Für die rote Fleischsosse brate ich Hackfleisch (nur Schwein) mit etwas Olivenöl, Salz, Oregano und Porree an, da unser Kleiner auch keine Zwiebeln essen darf. Dazu kommt dann reichlich Tomatensosse (mit Stückchen) und je nachdem, was der Kühlschrank hergibt, Möhren, Zucchini oder Brokkoli. Alles zusammen kochen für ca. 25-30 Minuten. Mein kleiner Räuber mag die Sosse püriert.

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  • Käse wie Mozzarella und Parmigiano darf natürlich wegen der Milch-und Laktoseallergie nicht ran an unsere Alternativlasagne, deshalb lasse ich ihn ganz weg und lege dafuer eine Scheibe Schinken zwischen die Nudelplatten, ODER ich verwende eine Art Streichkaese, der aus Reis gemacht wird. Klingt vielleicht jetzt etwas unappettitlich, ist es aber gar nicht. Dieser „Kaese“ nennt sich hier „strachicco“ und kommt seinem originalen Bruder „stracchino“ geschmacklich sehr nah. Wahrscheinlich werdet ihr ihn aber in Deutschland nicht so ohne weiteres finden.

Und nun ans Werk:

In eine rechteckige Ofenform (sagen wir von der Groesse her fuer eine Kinderportion) fuellt ihr zunaechst ca. einen Schoepfloeffel unserer weissen Sosse. Denkt immer dran, dass die trockenen Lasagnenudelplatten beim Backen sehr viel Fluessigkeit aufsaugen; spart deswegen nicht mit den Sossen. Die Regel hier ist: Lieber zu viel als zu wenig.

Schritt Nummer zwei: Eine (oder je nach Auflaufform mehrere) Lasagneplatte bildet/bilden die zweite Schicht.

Danach einen Schoepfloeffel roter Sosse und eine Scheibe Schinken bzw. „Kaese“. Oder eben auch ein paar Scheiben gegrilltes Gemuese.

Jetzt wieder mit der oder den Nudelplatten weitermachen, danach etwas weisse Sosse und je nach Geschmack noch etwas „Kaese“/Grillgemuese, und als letzte Schicht nochmal eine Lasagneplatte. Das ganze dann mit reichlich roter Sosse abdecken.

So ungefaehr geht’s. Die Form in den vorgeheizten Ofen bei 180-200 Grad ca. 20-25 Minuten backen. Ich mag es auch etwas laenger bei maessiget Temperatur (150 Grad). Das Beste ist, wenn ihr die Lasagne schon am Vortag zubereitet und sie dann nochmal kurz (und mit Alufolie abgedeckt) in den Ofen schiebt zum Aufwaermen oder das Ganze der Mikrowelle ueberlasst. Schmeckt am Folgetag einfach am Besten!

Ich hoffe, ihr habt Lust zum Ausprobieren bekommen!!! Lasst mich doch wissen, ob ihr sie mal ausprobiert habt- natuerlich auch ohne Allergiker im Haus!

Buon appetito!

Die Maeusemamma

 

 

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