Einfach mal liegen bleiben

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Ok, ich gebe es zu: ein bisschen mehr Schlaf waere nicht schlecht! Ich meine, bei 5 Stunden am Stueck wuerde ich am Morgen mit Luftspruengen aus dem Bett huepfen. Einst ging ich fruehmorgens vor dem Fruehstueck joggen oder am Wochenende Croissants kaufen. Oder ich schlief einfach mal aus…

Doch seit die zwei kleinen Maeuse unseren Alltag bereichern, sind erholsame Naechte in weeeeite Ferne gerueckt….

Wir haben leider nicht das Privileg, zu den Eltern zu gehoeren, deren Kinder schon im Babyalter die Naechte durchschlafen. Allein. In ihrem Bettchen. Fuer uns eine Utopie. Fast schon eine paradiesische Vorstellung.Schon unser Grosser zaehlte von Anfang an zu Fruehaufstehern und war IMMER vor unserem Wecker wach. Dazu kamen 2-3 naechtliche Flaschenstillsessions. Erst jetzt mit ueber 3 hat er begonnen, endlich nachts durchzuschlafen. Bei ihm hat das naechtliche Essen/Trinken aber auch gesundheitliche Gruende, ueber die ich ein anderes Mal berichten werde….

Unsere kleine Prinzessin hingegen hat es doch tatsaechlich geschafft, uns von unserer festen Ueberzeugung abzubringen, dass uns unsere Kids AUF KEINEN FALL (es sei denn, sie sind krank) unseren Schlafplatz streitig machen werden! Jede Nacht wird irgendwann umgebettet, werden Kissen bis an die aeusserste Bettkante gerueckt und dafuer gesorgt, dass die Kleine zwischen uns genuegend Platz hat….Auch wenn sie schon ein Jahr alt ist und hervorragend alles isst, was auf den Tisch kommt, nehme ich sie zum Einschlafen und bei ihrem haeufigen, naechtlichen Erwachen an die Brust. Ich habe immer gerne gestillt und mag diese vertraute Zweisamkeit, diesen exklusiven Moment nur mit meiner Tochter. Doch ich gebe zu, dass diese Gefuehl der Geborgenheit langsam in die Einseitigkeit umschlaegt, denn richtig geborgen fuehle ich mich nicht, wenn ich frueh mit steifem Hals und schiefem Arm, auf dem es sich Prinzessin bequem gemacht hat, aus dem Bett krieche….oder besser gesagt panisch springe!

Denn wenn sie uns nicht aus den Federn wirft, dann ist es ihr Bruederchen, der aus  dem Kinderzimmer regelrecht zum Appell ruft: „Mami!“….“Maaami!“…MAAAMMIII!“….“PAPI!!“ Und wenn wir da nicht innerhalb von 10 Sekunden auf der Matte stehen haengt erstmal der Kinderzimmersegen schief. Und die Kleine wird durch die lautsprecherartigen Weckrufe auch wach. Morgenstund hat Gold im Mund.

Wir haben das Privileg, frueh nicht zum Sonnenaufgang aus den Federn und die Kinder aus den Betten schmeissen zu muessen. Mein Mann ist selbstaendig und hat somit flexible Arbeitszeiten (was sowohl von Vor-als auch von Nachteil sein kann!) und ich arbeite vor allem am Wochenende und eigentlich nie sehr frueh. Unsere Kinder besuchen den Kindergarten und die Krippe (vormittags). Dazu mehr in einem anderen Bericht. Sie sind wohl immer die Letzten, die frueh kommen…

Nach einer wieder mal anstrengenden Nacht mit mehreren Stillsessions, Umbetten im Dunkeln, Kuscheleinheiten und Rufen aus dem Nebenzimmer bin ich heute frueh…einfach mal liegengeblieben. Neben Johanna, die bei den ersten Lichtstrahlen nochmal unter Mama’s Arm eingenickt ist. Sie waere heute sowieso nicht in die Krippe gegangen weil Impfen anstand, und so war mir einfach mal alles egal. Einmal kann mein Mann ja den Grossen anziehen und ihn in die Kita begleiten. Nur heute!!! Welch ein tolles Gefuehl, noch unter der warmen Decke zu liegen, waehrend draussen auf den Strassen schon der Alltagstrubel begonnen hat. Einfach dem Atem und dem gelegentlichen Nuckeln der Kleinen zuzuhoeren, ohne bereits an all das zu denken, was in den naechsten Stunden ansteht. Einfach mal liegenbleiben!

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